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Chips im Kopf – Umprogrammierung von Glaubenssätzen

Chips im Kopf? Echt jetzt?

Jaaa! Meine Erklärung für die Kids ;-)

Da kann ich nicht mit Glaubenssätzen, Theorien, Ansätzen und Behauptungen daher kommen ;-)

Jeder von uns hat irgendwelche Glaubenssätze, teils bewusste, viele unbewusste.

Ob anerzogen, antrainiert oder übergestülpt, sie sind da, aber haben wollen wir sie nicht wirklich. Wir müssen aber erst einmal dahinter kommen, dass genau solche Glaubenssätze es sind, die uns ausbremsen und unsere eigene Persönlichkeit überlagern.

Sie kommen z.B. von solchen Aussagen, wie:

 

„Du bist wie deine Mutter/dein Vater.“

„Warum hast du das jetzt gemacht? Das bist du doch gar nicht.“

„Iss nicht so viel, du wirst zu dick.“

„Das darfst du nicht, dazu bist du zu klein.“

„Wenn du … machst, hab ich dich nicht mehr lieb.“

„Frauen können nicht einparken.“

„Männer können schlecht zuhören.“

(übrigens, seit ich das Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ gelesen habe, hatte ich schon ganz viele Aha-Effekte und Glaubenssatz-Erkenntnisse ;-))

Wir merken oft gar nicht, was wir z.B. unseren Kindern mit solchen Aussagen antun oder was uns, als wir selber Kinder waren, „beigebracht“ wurde.

Sie nehmen das als bare Münze und glauben es. Es wird zu ihrer Wahrheit, es prägt sie, sie sind überzeugt davon, alles Handeln und Denken richtet sich danach aus.

Diese Glaubenssätze geben den Kindern Sicherheit und wir halten uns später immer noch daran fest, ohne es zu merken.

Unser Kopf ist vergleichbar mit einem Computer, jede Information die wir erhalten wird abgespeichert.

Manche Programme sind veraltet und sollten aktualisiert werden.

Manche Programme auf den Chips brauchen wir gar nicht mehr, die sollten herunter gelöscht werden.

Manches ist schlecht voreingestellt, das darf gefestigt werden.

Manche Chips werden lose, da entscheidet der Programmierer (wir selbst), ob es entsorgt werden sollte.

Bei neuen Informationen oder Infos, von denen wir ausgehen, dass sie „richtiger“ sind als sie alten, werden die alten Chips überschrieben.

Es gibt allerdings dann auch schon Programme, die ganz automatisch ablaufen, mit Programmierfehlern.

Da gibt es dann Programmierer, die versuchen das Problem zu beheben oder eine Umprogrammierung vorzunehmen.

Genauso kann ein „Helfer“ von außen, falls wir es nicht alleine schaffen, die Chips in unserem Kopf von „Denkfehlern“, also alten „falschen“ , nicht mehr benötigten Informationen befreien, ein neues Programm einspielen, sozusagen die Festplatte bereinigen.

Dazu gehört aber auch ein Stück Eigenarbeit. Das sich immer wieder Bewusst machen, bis es Alltag geworden ist.

 

Ein kleines Beispiel:

Wir erleben eine Situation, in der wir das Gefühl der Machtlosigkeit erleben. Dieses Gefühl, in Verknüpfung mit dem Gedanken, ist fest abgespeichert und kann auch Krankheiten oder zumindest Beschwerden machen (z.B. Magen- oder Kopfschmerzen). Im späteren Leben, immer wenn wir Machtlosigkeit spüren (sicher weniger bewusst, mehr unbewusst), ruft sich die Seele diese eine Situation auf. Wird nun diese Situation von damals aufgespürt, kann man sie mit positiven Gedanken belegen und umprogrammieren.

 

Sehen wir unseren Kopf also wie einen Computer an (und die meisten, selbst kleinen Kinder, kennen heutzutage einen PC, oft sogar mit Inhalt;-)), kann es leicht fallen, die Chips zu aktualisieren, zu löschen etc.

 

Jeder fragt sich ab und an:

 

„Was läuft da schief?“

„Warum schon wieder ich?“

„Wieso mag ich dieses oder jenes nicht leiden/machen?“

„Warum hat mein Kind plötzlich Angst vor…?“

„Weshalb reagiert mein Kind so bockig?“

Wenn wir aufmerksam mit uns umgehen, in uns hinein horchen, hinterfragen, lernen und mit offenen Augen, Ohren und vor allem Herzen sehen, hören und fühlen….dann, ja dann können wir anfangen mit den Chips/Glaubenssätzen zu experimentieren.

Seht es als Spiel, nicht zu verbissen, eher mit einem Fünkchen Humor. Das Spiel kann sogar Spaß machen, ihr müsst es nur spielen wollen.

Sprecht mit euren Kindern, löst Altes bewusst auf, gebt Neues dazu. Lasst sie zu Wort kommen, sie wissen ganz genau was ihnen gut tut.

Unsere Kinder sind für uns Spiegel, wir können viel von ihnen lernen. Sie versuchen es, aber so oft hören wir nicht hin, schauen nicht in den Spiegel. Und irgendwann rebellieren oder resignieren sie.

Eigentlich wollen wir ihnen keine „falschen“ Impulse geben, oft ist es auch nötig. Dennoch sind wir ihnen gegenüber verpflichtet, genau wie gegenüber uns selbst.

Gehen wir nett mit uns um, reparieren wir uns, programmieren uns so, dass wir uns selber sehen können und unsere Kids.

Treten wir nicht mehr in sämtliche Fußstapfen, die doch nicht unsere eigenen Abdrücke hinterlassen können.

 

 Mein Tipp:

Suche dir einen Satz, der dich in seiner Aussage blockiert. Du findest ihn ganz leicht, wenn du dir selber aufmerksam zuhörst.

Nehmen wir zum Beispiel den Satz: „Das kann ich nicht.“

Du wandelst den Satz um in einen positiv klingenden Satz. Diese Methode stammt aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren). Es sollten keine verneinenden Worte, wie nicht, kein etc. benutzt werden.

Ein Schritt weiter:

Im NLP verwendet man ebenfalls keine Worte, die uns „schlecht“ fühlen lassen und Druck erzeugen, wie zum Beispiel „sollen und müssen“.

Der neue Satz könnte heißen: „Ich kann das!“

Sprich einige Male deinen alten Satz und fühle, wie er sich für dich anfühlt, welche Farben verbindest du damit, eventuell Situationen oder Menschen.

Danach sprich deinen neuen Satz und fühle da genau so rein. Wo spürst du das Gefühl dazu im Körper, welche Farben bekommt er, welche Bilder kommen dir dazu in den Sinn u.s.w..

Jetzt ballst du deine linke Hand leicht (wenn du Linkshänder bist, balle die rechte Hand). Mit Mittel- und Zeigefinger der anderen Hand klopfst du dir auf die Handinnenkante*, das heißt auf die Seite, an der der Kleinfinger ist. Der Punkt aus dem EFT (Emotional-Freedom-Technique)* dazu, liegt an der Beugestelle des Kleinfingers.

Spreche dazu den neuen Satz dreimal laut, dreimal in Gedanken und wieder dreimal laut. Wiederhole das immer wieder und mehrere Tage. Beobachte dich dabei, wie es dir damit geht, was sich in dir und an deiner Einstellung ändert.

Nimm dir nicht zu viele auf einmal vor und übe zu Anfang mit kurzen, einfachen Sätzen.

„Ich mag mich nicht leiden, denn irgendwie habe ich kein Glück im Leben“, das wäre ein Satz, den du später behandeln kannst.

Wähle nur Worte, die sich für dich gut und richtig anfühlen.

Dieser könnte so aussehen: „Ich mag mich, durch meine Ausstrahlung ziehe ich ganz viel Glück in mein Leben“.

Noch besser:“Ich liebe und respektiere mich. Ich habe Glück und Erfolg“. Denn schöner ist es natürlich den IST-Zustand in sein Leben zu holen.

Ganz wichtig dabei ist, das Gefühl zu deinem Satz zu entwickeln und den Satz nicht so nebenbei zu sagen ohne dich wirklich darauf einzulassen.

 

 

Der *Handkanten-Punkt  (Psycho-Kinesiologie nach Dietrich Klinghardt) wird geklopft, um einen neuen Glaubenssatz zu lernen. Durch  Beklopfen dieses Punktes wird das Nervensystem in einen entspannten Zustand versetzt. Das Ziel ist, einen einschränkenden Glaubenssatz mit einem stärkenden Glaubenssatz zu überspielen. Wie das Umprogrammieren eines Computers.

 

* EFT hat sich besonders bewährt bei der Lösung von Blockaden bei folgenden Störungen: Funktionale, körperliche Beschwerden,  Chronische oder stressbedingte Schmerzen, Stoffwechselstörungen, Allergien, Lese,- Rechtschreib-Schwächen, Ängste (Flug-, Höhen-, Prüfungsangst usw.), Ärger, Depressionen, Sucht, Zwänge. Mentale Blockaden wie Schuldgedanken, Stress, Burnout etc..

 

Mein Vorschlag:

Ein Umprogrammierungstreffen. Wer bringt Chips mit?  ;-)

Bist du dabei?

 

 

 

7 Gedanken zu „Chips im Kopf – Umprogrammierung von Glaubenssätzen

  1. „Er hatte doch alles…“

    „Das darfst Du nicht“, sagte der Vater. Gläubig blickte der Kleine zu ihm auf und ließ es sein.
    „Dafür bist noch zu klein“, erklärte die Mutter. Respektvoll zog er sich zurück.

    „Auch dies ist nicht gut“ erzog ihn der Vater.
    „Und jenes nicht recht“, erzog ihn die Mutter.

    „Wenn große Leute sprechen, haben Kinder den Mund zu halten“, ermahnte man ihn.
    Also schwieg er bescheiden.

    „Stell nicht so dumme Fragen!“, rügte der Lehrer.
    Und der Junge hörte auf, Fragen zu stellen.

    „Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen.
    Das munterte ihn gar nicht auf.

    „Sitz nicht zu Hause herum!, rügte ihn der Vater.
    „Was suchst Du auf der Straße?“, rügte ihn die Mutter.

    „Er scheint mir verklemmt zu sein“, meinte der Arzt.
    „Er ist verschlossen!“, sagte der Lehrherr.

    „Er ist verträumt. Was soll nur aus ihm werden?“ „
    Ich kann ihn nicht brauchen“, urteilte der Chef.
    „Er vergrämt mir die Kundschaft.
    Er spricht kaum.
    Er hat keinen eigenen Kopf.
    Er fragt aber auch nichts.
    Er ist ein seltsamer Kauz!“

    „Organisch ist er aber gesund!“ sagte der Arzt.

    „Und er war so ein hübsches Kind. Alle kümmerten sich um ihn: die Familie, die Schule, es fehlte ihm an nichts. . Die armen Eltern”, flüsterten die Nachbarn
    Verfasser Unbekannt

    Wie ich finde eine Geschichte die gut zu Glaubenssätzen passt.
    Liebe Grüße Ela

    1. Danke Ela für diese Geschichte. Wenn ich das so lese, stellen sich bei mir alle Härchen auf, denn genau so geschieht das! Leider ist es nicht die Mehrheit, denen das bewusst ist. Genau deshalb aber, bin ich auch der Meinung, dass das Systems um das Kind angesprochen werden sollte…das Kind selbst wird in eine Rolle gezwängt und schafft es erst später (wenn überhaupt) wieder heraus und sein eigenes ICH zu leben.
      Danke nochmal….diese Geschichte werde ich demnächst in einen Artikel einbinden!

      Alles Liebe
      Damaris

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