Dreh mal die Musik leise – Konzentration und Aufmerksamkeit

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Dreh mal die Musik leise…

 

Geht es dir auch so, dass du beim rückwärts Einparken das Radio leiser drehst?

Also ich bin auf jeden Fall eine davon! Selbst wenn die Gesprächslautstärke im Auto zu hoch wird, während ich fahre, bitte ich darum, dass die anderen sich leiser unterhalten oder blende vollkommen aus, sodass ich gar nichts mitbekomme.

Keine  gute Lösung, wenn der andere mir eine Frage gestellt hat ;-)

Beim Schreiben geht es mir da nicht anders. Ich kann keinen anderen mit im Raum haben, weil sonst meine Konzentration völlig flöten geht. Als ob all meine Kreativität, meine Konzentration sich streut…streuen muss. Was sie dann tatsächlich auch macht.

 

Nur durch das Sammeln meiner Ressourcen in meinem Sinn, kann ich das erreichen, was zu mir gehört!

 

Warum können sich viele Kids in der Schule einfach nicht für längere Zeit auf eine Sache konzentrieren?

Rechts wird gealbert, links gesummt, geradeaus schwungvoll kommentiert und dahinter geraschelt. Dass völlige Ruhe in einer Klasse herrscht, gibt es schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, heute ist die individuelle Begleitung wichtig geworden…also zumindest in den Schulen, die ich mit meinen Kindern erleben durfte. Das ist auch gut so, da wir alle mit unterschiedlichen Sinnen wahrnehmen und reiner Frontalunterricht zumindest den visuellen und kinästhetischen Typen ganz und gar nicht liegt.

 

Nochmal zurück zu meiner gestellten Situation mit rechts, links, vorn und hinten…

Was könnte man da aber tun, damit das Kind nicht ständig abgelenkt wird?

Man könnte z.B. jedem Kind von Klein auf zeigen und ermöglichen, wie er/sie ganz konzentriert mit dem Sinn lernen darf, der ganz seinem/ihrem Potential und Möglichkeiten entspricht.

 

Denn es ist so:

Wenn wir uns konzentrieren, entscheiden wir welche Informationen Vorfahrt haben. Meist geschieht dies aber unbewusst…das Handeln eher intuitiv.

Z.B. ist ein heiles Auto in dem Moment wichtiger als das Lieblingslied im Radio. Will jemand rückwärts einparken und hört dabei Musik, dann konkurrieren seine Sinne miteinander um die Aufmerksamkeit.

 

In der Psychologie ist es eigentlich ganz einfach:

Aufmerksamkeit ist begrenzt. Wenn ein Sinn Ressourcen verbraucht, dann stehen einem anderen Sinn weniger zur Verfügung. Ist die Musik leiser oder ganz ausgeschalten, räumt das Gehirn dem Sehsinn mehr Raum ein. Wer ein Buch liest, versucht z.B. auch, dabei die Umgebungsgeräusche auszublenden.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit immer auf das, was uns im Moment am Wichtigsten erscheint.

Was erscheint einem Kind wichtiger? Das Tuscheln der Nachbarn oder die Aufgabe im Buch?

Wenn sich das Kind auf eine gesprochene Aufgabe des Lehrers konzentrieren SOLL, er aber der visuelle Typ ist, dann kann ihm durch die geübte Visualisierung die Möglichkeit gegeben werden, sich total gerne auf die Aufgabe stürzen zu wollen und alles Störende außen rum auszublenden.

 

Wenn wir eine Tätigkeit gewohnheitsmäßig ausüben, bleiben oft noch Kapazitäten im Gehirn frei.

Die Musik z.B. wird erst beim Einparken wieder relevant, wenn Dinge außerhalb der Gewohnheit passieren. In so einem Fall sind wir empfindlich gegenüber Ablenkungen. Psychologisch hat es aber auch noch einen weiteren Zweck, wenn man die Musik leiser stellt. Das signalisiert dem Gehirn, dass jetzt eine neue und wichtige Handlung kommt.

 

Das ist an und für sich schon sehr interessant, finde ich.

Was ich dir damit aber sagen möchte ist, dass du deine Wünsche, deine Ziele, deine Pläne viel konsequenter, gezielter und ausdauernder in Angriff nehmen kannst, wenn du dich auf den Sinn dabei konzentrierst, der dich in ALLEM unterstützt, mit und durch den du so ziemlich ALLES erreichen kannst.

 

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Ich freue mich auf dich!

Herzlich,

 

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4 Kommentare auf "Dreh mal die Musik leise – Konzentration und Aufmerksamkeit"

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Die Freiberuflerin
Gast
Ach ja, ich habe mich hier so wiedergefunden :-D Ich kann auch nicht mit Musik arbeiten – in keinster Weise. Mittlerweile ist das für mich in Ordnung, aber am Anfang fand ich es komisch, weil ich dachte, dass ist eines der tollen Privilegien als Freiberufler, dass ich frei über die… Read more »
Anton
Gast

Sehr schöner Artikel :) Besonders die Erläuterung mit den unterschiedlichen Sinneskanäle finde ich seht interessant. :D

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