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Entspannt Selbständig – Wie Engelchen und Teufelchen Freunde wurden

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Ich stöberte mal wieder, auf der Suche nach interessanten Artikeln, durchs Internet. So stieß ich auf die Seite von Simone Weissenbach, die zur Blogparade „Entspannt selbständig“ aufrief. Da meldeten sich sofort Engelchen und Teufelchen (ja, beide!!) um mir klarzumachen, mich zu beteiligen. Und so nehme ich das erste Mal an einer Blogparade teil.

Sofort habe ich Evernote geöffnet und meine ersten Stichpunkte aufgeschrieben. Ich konnte gar nicht so schnell tippen, wie mir die Worte in den Kopf purzelten.

Und das ist, was dabei herauskam:

Vorsicht, dieser Artikel enthält ein bisschen Sarkasmus, viel Humor, und noch mehr Wahrheiten ;-)

 

Entspannt selbständig? Wie passen diese beiden Worte zusammen?

Zur Zeit der Gründung meiner Selbständigkeit im Januar 2000 war ich ein halbes Jahr später plötzlich allein erziehend mit zwei Kleinkindern. Was konnte mir besseres passieren als zu dieser Zeit selbständig zu sein? Selbst und ständig Verantwortung zu tragen für die Kinder war allerdings sehr viel anstrengender als selbständig zu sein. Aber diese beiden Wege habe ich selbst gewählt und ich bereue die Schritte keine Sekunde.

Meine Selbständigkeit verhalf mir zu etwas mehr Freiheit, zu einem Selbstwertgefühl und zu der Unabhängigkeit, die ich so sehr brauchte.

 

Selbst und ständig

Ich meine, das ist eine Sache der Interpretation, der Gefühle zu Worten und somit auch der Wortbelegung.

Wie fühle ich mich mit dem Wort selbständig? Ziemlich cool, frei, unabhängig, ich bin mein eigener Chef. Bei selbst und ständig meldet sich sofort die Negativbelegung zu Wort. Warum eigentlich? Wer hat in vielen Köpfen diesen Druck eingepflanzt, den diese Worte erzeugen? „Selbst“ mag ja noch gehen, aber „ständig“?

Lies mal ganz langsam   s t ä n d i g  …bekommst du Herzrasen, wenn du dabei daran denkst, dass DU ständig das oder das tun MUSST? Ha, kein Wunder. Das Wort „Muss“ sollten wir aus unserem Sprachgebrauch streichen.

Denn… Ich muss nicht, sondern ich darf…weil ich es will und kann (im besten Fall)!

Beim NLP, dem neurolinguistischen Programmieren (eines meiner Lieblingssteckenpferdchen), wird man angehalten seine Worte bewusst zu sprechen und die Sätze umzuformulieren. Das ist natürlich anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit (nach 21 Tagen regelmäßigem Gebrauch, sagt man, weiß das Unterbewusstsein Bescheid), geht das wie selbstverständlich in den Alltag über.

Ich nehme dadurch ziemlichen Druck raus und kann entspannter an viele Dinge heran gehen…so z.B. auch an meine Selbständigkeit. Für mein Gefühl entsteht keine Last  mehr, sondern eine Leichtigkeit (ja, ich bin der absolute Gefühlsmensch).

Deshalb sage ich zu  jedem der mir blöd kommen will, von wegen selbst und ständig:

Ich DARF selbst und ich DARF ständig oder auch immer dann, wenn ich es für richtig halte und nicht, wenn ein anderer mir das vorschreibt. Und wenn es ganz eng kommt, dann schicke ich meinen Wunsch zu Charlie, damit mir ein Termin absagt ;-).

 

Ich habe von Anfang an in meiner Selbständigkeit ein Herzensthema gewählt und immer, wenn mir etwas zu viel wurde, hat mein kleines Engelchen (der Bauch)  ganz laut STOP gerufen. Manchmal wollte ich es überhören, da hat das Teufelchen (der Kopf) aufgetrumpft, aber ich hatte die beiden im Vorfeld schon soweit aneinander gewöhnt, dass sie sich irgendwann tatsächlich unterhielten und oft köstlich amüsierten.

 

Eines Tages warteten Engelchen und ich einen Zeitpunkt ab, an dem Teufelchen glücklich beschäftigt war. Wir schmierten ihm ein wenig Honig um den Bart, sagten ihm, er dürfe die nächste Entscheidung übernehmen. Das machte ihn durchaus zugänglich. In diesem Moment völliger Zufriedenheit. schnappten wir ihn uns und erklärten ihm sehr eindrücklich, dass wir ihn gerne zum Freund hätten. Gebauchpinselt war er zwar noch ein klitzekleines bisschen skeptisch, aber nachdem wir ihm sogar die Freundschaft anboten, dachte er sich wohl: „Hey, da kann ich in Zukunft ja wieder bestimmender sein!“ Weit gefehlt. Wir zogen das ein paar Tage unter größter Anstrengung durch…solange bis er tatsächlich anfing uns zu vertrauen. Ein hartnäckiger Brocken, das Teufelchen! Gut nur, dass Engelchen wusste, dass ich da mehr auf seiner Seite stehe.

Ok, nachdem das geklärt war, setzten wir uns mit einem leckeren Smoothie in die Hängematte und begannen Aufgaben zu verteilen. Das Teufelchen gab sich mit vielen kleinen Häppchen zufrieden und übersah vor lauter Freude, dass die wirklich wichtigen Dinge dem Engelchen zugeteilt wurden. Was wir nie vergaßen war, dem Teufelchen immer wieder unsere Freundschaft, Zusammenarbeit und seine Wichtigkeit zu vermitteln.

Jetzt denkt ihr sicher: „Das ist ganz schön link!“, aber so ist das nicht. Das Teufelchen hat bei vielen Menschen zu viel Macht. Wir wollten ihn aber nicht ganz verscheuchen, wir brauchen ihn ja trotzdem und außerdem hat er sehr wohl eine Existenzberechtigung!

Die kommenden Entscheidungen wurden also erst mal ausdiskutiert, alle Aspekte mit einbezogen, aber das letzte Wort hatte immer das Engelchen. Mittlerweile sind wir drei so gute Freunde, dass sogar das Teufelchen das Engelchen oft um Rat bittet.

Die Moral von der Geschichte?

Lass deinen Kopf nicht über deinen Bauch bestimmen. Mache sie zu einem Team, sodass klare Kopf-Bauch-Entscheidungen getroffen werden können. Lass es zu, wenn das Engelchen dem Teufelchen den Vortritt lässt und umgekehrt…es geschieht nur zu deinem Besten!

Heute liegen die beiden in der Hängematte und ich mache die ganze Arbeit…selbst und ständig ;-)

Entspannt selbständig – eine Entscheidung FÜR beides, das eine schließt das andere nie aus!

 

Okay, natürlich hilft mir mein Humor in meiner Selbständigkeit sehr viel, es sind auch liebe Menschen, mit denen ich durch den Beruf zu tun habe, die mich weiterempfehlen oder einfach dankbar sind. Da gibt es die Kinder mit denen ich arbeite, die mir jeden Tag aufs Neue bestätigen, dass ich etwas richtig mache.

Und last but not least sind da meine eigenen Kinder, die ihr bisheriges Leben mit mir geteilt, mich unterstützt haben, immer für mich da waren und heute noch sind. Ich bin sehr stolz auf euch!!

Alle diese Menschen und meine Einstellung zum Leben, meine Hilfsmittelchen…Engelchen und Teufelchen…geben mir die Kraft, das Durchhaltevermögen, die Energie, den Mut, den Rückhalt.

Alles was ich brauchte und brauche kam zur richtigen Zeit in mein Leben. Das Resonanzgesetz, die vielen Spiegel, die ich täglich vorgehalten bekomme. Ja, ich nutze meine Spiritualität, Energiearbeit und Methoden wie NLP und vor allem setze ich Prioritäten.

Genau das entspannt mich und genau das macht mir meine Selbständigkeit so leicht und freudig.

Ich darf, ich kann, ich brenne dafür und vor allem, ich will es! Nicht mehr als alles andere, das wäre schlichtweg gelogen, aber dennoch ist es so, dass ich durch eine positive Haltung, eine positive Belegung meiner Aussagen und durch Humor, entspannt bleibe und Engelchen und Teufelchen nur mehr dann erscheinen, wenn sie mit mir in der Hängematte liegen möchten.

 

Eine Sache, die ich auch täglich nutze ist mein Terminkalender und To-Do-Liste. In diese trage ich wirklich alles ein, was ich den Tag über erledigen möchte. Abends mache ich hinter jeden Eintrag, den ich geschafft habe, ein Sternchen. Niemals habe ich das Gefühl irgendetwas nicht geschafft zu haben. Es ist so wichtig, mir meine Zeit für mich zu nehmen (auch das trage ich in den Kalender ein), um nichts zu tun, zu lesen, zu schlafen mitten am Tag, zu träumen, zu schreiben oder was auch immer… entspannt selbst(und)ständig.

 

Mein Fazit:

Es gibt nichts  Entspannteres als unabhängig, frei, wenn auch „gebunden“ zu sein. Termine setzen, wie es mir oder zu meinen Lebensumständen passt.

 

Mit einem Zwinkern ;-)

Eure

Damaris

 

4 Gedanken zu „Entspannt Selbständig – Wie Engelchen und Teufelchen Freunde wurden

  1. Liebe Damaris,

    ein schöner Artikel, ich müsste sehr oft schmunzeln. ☺ Toll, dass du bei meiner Blogparade: Entspannt selbständig dabei bist.

    Mein Engelchen und Teufelchen vertragen sich mittlerweile auch recht gut – zumindest meistens… ?

    Herzliche Grüße
    Simone

    1. Liebe Simone,

      danke….ja, ich mag es wenn der Leser schmunzelt und sei das Thema noch so ernst.

      Ich war ziemlich glücklich, als ich den Titel des ersten Beitrages zu einer Blogparade…deiner…las. Er fiel mir wohl absichtlich vor die Füße ;-)
      Ich danke dir für das tolle Thema und die Möglichkeit!

      Naja, die beiden dürfen sich auch mal zoffen…irgendwie assoziiere ich dabei immer männlich und weiblich ;-)

      Alles Liebe,
      Damaris

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