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Konflikte als Chance

 

Mein erster Blogartikel sollte eigentlich ein wenig anders aussehen und war noch gar nicht wirklich geplant, aber ich wollte mir die Chance nicht entgehen lassen auch zu den inneren Konflikten etwas zu schreiben.

Christina Wenz ist Mediatorin  und hat diese Blogparade ins Leben gerufen mit dem Anstoß „Konflikte als Chance“ zu sehen.

 

Konflikte, egal ob im Außen oder im Innen, machen uns meist wirr, zerrissen, hoffnungslos und schwer, ziehen uns  Energie und wir sind in dem Moment  unzugänglich. 

In meinem anderen Artikel bei Sunnyfootsteps schrieb ich von Konflikten im Außen, die ich in meiner Arbeit mit den Kindern an der Schule auf diese Art und Weise zu lösen versuche.

 

Aber wie ist das mit inneren Konflikten?

Durch einen  inneren Konflikt,  den ich eben erst selber durchleben durfte, nahm ich das zum Anlass noch diesen Weg aufzuzeigen.

 

In mir schrie die eine Seite: „Lass mich mit deinen Ideen in Ruhe, erst widmest du dich ganz mir und plötzlich willst du wieder was ändern!“

Beschwichtigen ging in diesem Moment nicht mehr, da mein Bauch mir ganz klar signalisierte, dass ich die zweite Stimme auf gar keinen Fall ignorieren darf.

Die zweite Seite rief: „Hey, vergiss mich bitte nicht. Ich bin ein großer Teil von dir.“

Gut, dachte ich…ob ich die beiden miteinander bekannt machen soll? Oder vielleicht sogar mischen kann?

Die eine Seite warf mir neue Ideen vor die Füße, die zweite hielt sich da auch nicht zurück.

Ich war restlos überfordert!

Mein Bauch grummelte und gab mir keine klaren Antworten mehr.

Kurz bevor ich völlig kapitulierte, meldete sich mein Verstand zu Wort, wofür ich ihm außerordentlich dankbar bin!  Ich, der Gefühls-Bauch-Herzmensch, höre sonst schon mal gerne weg, wenn er was sagen will ;-)

 

Hilfe, meine Intuition versagt!

Was ich sonst gerne mit meinem Bauch, meiner Intuition und als Rücksicherung mit dem Armtest aus der Kinesiologie austeste, war plötzlich nicht mehr möglich!

Ich brauchte also sehr dringend Hilfe von außen! Ganz toll, wenn man neutrale Menschen kennt, die sich in einfachen Worten und sehr spontan dazu äußern.

Nach diesem „Gespräch“ und einer Nacht darüber schlafen, lag die Entscheidung am nächsten Morgen frisch geschlüpft aber sehr zappelig neben mir im Bett. Sie wollte in die Welt entlassen werden.

 

Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass ein innerer Konflikt heilend wirken kann, dass er dir eine Chance geben möchte, dich selbst zu erkennen, dich zu spüren, deine Wahrheiten zu entdecken.

Innere Konflikte sind mit Entscheidungen verknüpft. Vielleicht möchtest du in deinem Leben einen Schritt machen, von dem du nicht wissen kannst, was auf dich zukommt. Vielleicht ist es der Schritt den Job zu wechseln oder in die Selbständigkeit zu gehen. Du musst entscheiden ob du dein Kind in dieser oder der anderen Schule anmeldest.

Wahrscheinlich überdenkst du alle Vor- und Nachteile und kommst trotzdem auf keinen Nenner.

Was tun?

Bevor du immer mehr ins Grübeln verfällst, kannst du Gespräche führen. Das geht mit einer Freundin, einem Bekannten oder auch einem ganz neutralen Beobachter. Meist ist das natürlich die beste Lösung, da er oder sie einen völlig anderen Blickwinkel aufzeigen kann. 

Wo du keine Möglichkeiten mehr siehst, kann er dich aus deinem Konflikt befreien und dir deine inneren Zwistigkeiten in kleinste Puzzleteile zerlegen…gemeinsam mit dir. Oft ist ein innerer Konflikt nämlich durch alte Muster geprägt: 

„Das kann ich doch nicht machen, was würden denn die anderen sagen?“

„Ich schaffe das nie!“

…sind typische Glaubenssätze, die dich zu diesen Konflikten führen können. Dabei sind diese Streitigkeiten in dir drin du selbst. Da ist eine Stimme, die auf sich aufmerksam machen möchte, die endlich gehört werden will….die schon zu lange schweigen musste.

 

Was tat ich mit meinem Konflikt?

Ich nahm mir exakt eine halbe Stunde Zeit für uns drei. Wir diskutierten, rebellierten, schimpften, legten alle Vor- und Nachteile auf den Tisch, schmissen alles zusammen, trennten…wir hatten eine wirklich gute Diskussion!

 

Was dabei heraus kam?

Mein Konflikt ist verschwunden! Die beiden respektieren sich mittlerweile und jeder wird von mir beachtet. Keiner wird einen Nachteil vom Dasein des Anderen haben, denn beide haben eine absolute Daseinsberechtigung.

 

Lege alle Karten auf den Tisch. Schreibe alle Dinge die dir spontan dazu einfallen auf einzelne kleine Zettel…völlig wertungsfrei. Lege sie in eine Schale, mische sie durch und dann nimm dir einen Zettel nach dem anderen vor. Gehe mit deinem ganzen Gefühl und Vorstellungskraft in jedes geschriebene Argument und frage dich:

„Wie wichtig ist das wirklich für mich?“

„Was würde ich dafür tun?“

„Wohin bringt es mich?“

„Kann ich Kompromisse schließen?“

Dann lege jeden Zettel, den du klar beantworten kannst zur Seite. Falls noch Zettel übrig bleiben sollten, mache weiter bis keiner mehr übrig bleibt. Zum Schluss kennst du dich selbst ein ganzes Stück besser und kannst klarer entscheiden, kannst gezielter mit deinem Konflikt in Einklang kommen…dich selbst und deine Wünsche respektieren.

 

Heute weiß ich, hätte ich mich anders entschieden, hätte ich einer meiner zwei Seiten die Flügel gestutzt. Irgendwann würde sie sich wieder nach oben wühlen und mein Konflikt bekäme wieder Nahrung.

Es gibt kein:  „Wer hat Recht?“  oder „Kann ich mich durchsetzten?“ mehr. Es gibt jetzt eine klare Aussage der einzelnen Aspekte, eine Anerkennung der beiden Seiten, kein Vermischen oder Verwischen der eigenen Anteile.

Das wäre als ob ich 2 Personen ineinander schieben würde. Keiner der beiden könnte mehr sein Ding leben, stünde immer unter dem Einfluss des Anderen.

 

Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig nach Zwiespältigkeit, aber was ich damit klar machen will:

Bei jedem Konflikt hilft ein Blick von außen, deshalb gibt es ja so wundervolle Menschen, wie Christina als Mediatorin, das Hinsehen einer neutralen dritten Person.

Das „an einen Tisch setzen“, alle Wünsche, Besonderheiten des Einzelnen,  Gefühle zu verbalisieren, aufzuschreiben, in einen Topf zu schmeißen, durchschütteln und neu zu sortieren.

Eine Mitstreiterin in dem Forum hat mir eine prima Aufgabe an die Hand gegeben, die ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte…Danke dafür:

Weißt Du, wie Disneys Filme entstanden sind?

Es gab drei Räume: im ersten „durfte nur gesponnen werden“. Hier waren keine Bedenken erlaubt, keine Einwände, nur GROSS und KREATIV und OHNE GRENZEN denken!

Erst im nächsten Raum durften Bedenken geäußert werden und im dritten wurde das dann zusammengefügt.

Was wir Menschen gerne machen ist, diese Räume durcheinanderzuwürfeln, die Wände einzureißen.

Es ist ein wundervolles Gefühl mit seinem inneren Konflikt in diese Räume zu gehen, gemeinsam zu spinnen, gemeinsam Bedenken zu äußern, gemeinsam zusammenzufügen!

 

Wenn du Interesse daran hast, wie du erste Schritte zur Energiearbeit gehen oder deine Intuition finden kannst, dann schau mal hier…vielleicht ein kleiner Schubser aus dieser Richtung ;-)

Beide

 

 

3 Gedanken zu „Konflikte als Chance

  1. Liebe Damaris, wow Du bist ja klasse! Ich danke Dir sehr für Deinen zweiten Artikel zur Blogparade – Er ist wieder sehr gelungen und gibt tolle Impulse! Und danke für die netten Worte zu meiner Person :-) Liebe Grüße, Christina

    1. Danken muss ich dir liebe Christina! Das Thema ist so komplex, ich bin gespannt auf alle anderen Artikel!
      Du hast ja auch ziemlich viele Zuschriften dafür bekommen….tolle Vorlage!… und viel Arbeit danach für dich ;-).

      Alles Liebe,
      Damaris

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