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(NP9) Wendepunkt-Plauderei mit Sandra Schindler

​Foto von Sandra: Ruth Frobeen

​​​Manchmal ist es doch ganz gut etwas nicht sofort zu veröffentlichen. Auch das Interview mit Sandra lag seit dem 06. Dezember 2017 in meinem Festplattenordner. Sandra schrieb einen sehr emotionalen Artikel zu ihrer größten Herausforderung - dem Tod ihres Freundes Gareth. Nach diesem Artikel bekam sie allerdings ein paar Zweifel damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist immer ein sehr großer Schritt mit einer so emotionalen Geschichte raus zu gehen - ich kann das sehr gut nachvollziehen. Deshalb erzählt sie in unserem Interview von einer anderen Krise in ihrem Leben.

Nun bin ich natürlich sehr stolz, dass sie mir nach dieser Wartezeit erlaubt hat, den Artikel doch zu veröffentlichen. So wird dieser Beitrag eben zwei Herausforderungen schildern. Eine in schriftlicher Form und die andere in unserem Interview. ​

Es gibt keine Zufälle, denn wo wäre Sandras Erstveröffentlichung dieser Geschichte besser aufgehoben, als auf einem Blog, der sich mit spirituellen Themen befasst? ​Ich ​gebe ihn mit ganz viel Liebe und Vertrauen auf Leser, die behutsam damit umgehen, frei.

Sandra, ich danke dir von ganzem Herzen dafür​!

​Und hier ist der Artikel von dem ich oben schreibe:

Wenn der schlimmste Schicksalsschlag zur größten Hoffnung wird

Ein Alptraum: Die Nachricht, die keiner haben will

Für immer werde ich mich an die Facebook-Nachricht meiner Freundin erinnern: „Schau mal bei Gareth vorbei, da stimmt was nicht!“ Eine düstere Ahnung beschlich mich. Schon in dem Augenblick wurde mir schlecht. Ein Blick auf sein Profil machte mich auf einen Blogartikel aufmerksam: Eine mir fremde Frau in England schrieb, sie bete für ihn, damit er wieder aus dem Koma erwache und alles so werde wie vorher.

Koma? Voller Panik schrieb ich einen gemeinsamen Freund an und bekam nahezu sofort die Antwort: „Sandra, es tut mir furchtbar leid, aber es ist wahr. Die Lage ist ernst. Wenn Gareth überhaupt wieder erwacht, dann mit bleibenden Hirnschäden. Er wird ein Pflegefall sein. Oder nicht überleben.“

Der Körper im Ausnahmezustand: Kein Halt mehr

Ich erlebte die folgenden Tage wie in Trance. Aber es war keine schöne Trance. Ich fühlte mich wie gelähmt, der Schock nahm mir die Luft zum Atmen. Immer wieder sah ich das Video von unserem letzten gemeinsamen Auftritt. Ich verbrachte die Tage mit Weinen und mit der Wut auf das Universum: Wie konnte es nur so ungerecht sein? Er hatte noch so viel vor. Da war diese sympathische Frau, mit der er zusammenlebte, die er heiraten wollte. Und wir hatten noch so viel vor: Zwar lebten wir an die 500 Kilometer voneinander getrennt, aber er wollte mich doch besuchen kommen – und wir wollten wieder gemeinsam auftreten.

Ich weinte weiter. Tagelang tat ich nichts anderes.

Die schwerste Entscheidung meines Lebens

Jeden Tag zerbrach ich mir aufs Neue den Kopf darüber, ob ich zu ihm ins Krankenhaus fahren sollte. Ich hatte die irrsinnige Hoffnung, er würde spüren, dass ich es bin, sobald ich sein Zimmer betrat. In Gedanken malte ich mir aus, er würde mich erkennen und zu mir zurückkommen wollen.

Ja, dass wir beste Freunde waren, das war schon ein paar Jahre her – jeder führte an seinem Ort sein eigenes Leben. Aber ich erinnerte mich an seinen Satz: „Egal, was passiert, du wirst immer der wichtigste Mensch in meinem Leben sein!“ Und würde man nicht immer versuchen, zu diesem einen Menschen zurückzukehren?

Doch, davon war ich überzeugt. Aber gleichzeitig hatte ich Angst. Unfassbare Angst, denn: Was, wenn er versuchte zurückzukommen, aber es nicht schaffte? Wenn er irgendwo zwischendrin hängen blieb? Dann wäre ich schuld daran, dass er ein Pflegefall würde.

Ich wollte keinen Pflegefall. Ich wollte meinen Gareth zurück – mit seiner Gitarre und seiner Lässigkeit, was auch immer geschah.

Scheiß auf deine Ängste, dachte ich mir. Du musst es versuchen! Morgen buchst du dir ein Zugticket!

Doch am nächsten Morgen war er tot. Das Leben hatte mir die Entscheidung abgenommen.

Mit dem Tod kommt die Hoffnung

Es war ganz seltsam, denn mit seinem Tod verließ mich die schwere Wolke, die über mir geschwebt hatte in diesen letzten Tagen, die sich anfühlten wie die Unendlichkeit.

Jetzt war ich endlich wieder in der Lage, frei zu atmen, denn ich konnte nichts mehr falsch machen. Es war egal. Alles war egal. Gareth war tot. Ich glaubte nicht an Jesus, Vater unser und das Himmelreich. Was weg ist, ist weg, das war meine Einstellung.

Doch dann fingen sie an, die seltsamen Ereignisse. Alles erinnerte mich an ihn. Im Radio spielten sie ständig unser Lied, Menschen sagten Dinge, die mich an Szenen denken ließen, die ich mit ihm zusammen erlebt hatte. Gemeinsame Freunde von früher meldeten sich bei mir und wir sprachen viel über damals und über die Ungerechtigkeit des Lebens. Überall sah ich Zeichen. Es passierten Dinge, die ich mir nicht erklären konnte. Mir schien es, als würde ich ihn fühlen, ganz in meiner Nähe. Aber das konnte doch nicht sein. Was weg war, war weg, oder etwa nicht?

Der Wandel

Wenn die komischen Dinge geschahen, war ich nie allein. Wäre ich allein gewesen, wäre ich vermutlich selbst gestorben vor Angst.

Eines Tages, kurz nach Gareths Tod, saß ich mit einer guten Freundin in einem Restaurant und erzählte ihr, was meiner Meinung nach in Gareths Leben passiert war in den letzten Monaten, bevor er ins Koma gefallen war.

Er war schon am Tag unserer ersten Begegnung fasziniert gewesen von meinen Ohrringen. Und jetzt, in der Gegenwart, saß ich meiner Freundin am Tisch gegenüber, hatte gerade den letzten Satz gesagt und mich nicht bewegt, keinen Millimeter. Wie kam es dann, dass plötzlich einer meiner Ohrringe vor uns auf dem Tisch lag? Mir wurde heiß und gleichzeitig eiskalt. Im strahlenden Sonnenschein.

„Ich hab eine Gänsehaut“, sagte meine Freundin. „Wenn das jetzt mal keine Bestätigung war, dann weiß ich auch nicht …“

Aus einem Impuls heraus fragte ich sie: „Sag mal, glaubst du eigentlich an Wiedergeburt?“ Ein Gedanke, der mir ein paar Wochen zuvor noch völlig absurd erschienen war. „Ja, klaaaaar!“, antwortete sie so voller Überzeugung, dass es mich noch mehr verwirrte. Doch irgendein Teil von mir ahnte, dass da was dran war.

Sandra wird wiedergeboren

Die Erkenntnis der Tage danach, dass nichts jemals ganz weg ist, weil die Energie noch immer vorhanden ist, war für mich wie eine Wiedergeburt. Von da an wurde alles anders. Ich begann, mich mit Reinkarnation zu beschäftigen, und experimentierte mit so ziemlich allem, womit jemand, der sich für spirituelle Sachen interessiert, experimentieren kann: Rückführungen, Kontakte zu unterschiedlichsten Medien, Klarträume, Meditation, schamanische Reisen, das Schärfen der Hellsinne. Ich schaute so ziemlich alle Videos von Pascal Voggenhuber, die sich mit Übersinnlichem beschäftigten, und verschlang die Bücher von Dr. Brian Weiss​, Varda Hasselmann und vielen anderen.

Heute ist (dezente, ich nenn es mal bodenständige) Spiritualität mein absolutes Lieblingsthema. Ich ziehe Menschen an, die ähnlich denken wie ich, sauge ihre Geschichten auf und lasse mich von ihnen in meinem Schreiben inspirieren. Mit jedem neuen Buch kommt mein verwandeltes Ich deutlicher zum Vorschein.

Kommunikation auf einer anderen Ebene

Gareth war mein Helfer bei der Wiedergeburt in diesem Leben. Bei jedem wichtigen Schritt, den ich gehe, begleitet er mich und beeinflusst mich, denn egal, welche Entscheidung ich treffe, ich weiß, was er dazu sagen würde.

Schon als er noch lebte, haben wir nie Worte gebraucht, um miteinander zu kommunizieren. Sie waren ein schöner Bonus, auf den man manchmal zurückgreifen konnte, aber unser eigentlicher Austausch fand auf einer anderen Ebene statt: Direkt von Herz zu Herz. Und so ist es noch immer: Wohin auch immer ich gehe, ich trage ihn in meinem Herzen bei mir, denn unsere Verbindung miteinander ist so viel stärker und älter als dieses Leben. Keiner, auch nicht der Tod, kann sie uns nehmen, denn sie ist wie eine unzerbrechliche Eisenstange, die uns beiden Halt gibt. Wann immer ich einen Schritt nach vorn mache, kommt er mit mir. In diesem Leben – und in allen, die noch kommen werden.

Hier habe ich über Gareth und mich geschrieben, noch bevor er beerdigt wurde. Es war der Beginn meiner Wandlung.

Wer meinen Weg weiterverfolgen möchte, den lade ich ein, bei mir vorbeizuschauen. Auf der Webseite, dem Blog, auf Facebook – oder auf meinem momentan spirituellsten Kanal, meiner VIP-Liste.





Wie habe ich mich damals aus diesen Tiefen geholt?
Was mache ich seitdem anders?
Wie unterstütze ich andere dabei?

Einige dieser Techniken gebe ich in meiner Ausbildung zum zertifizierten ganzheitlichen Energie-Coach weiter.




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